Fachbereich Jura

Lehrstuhl Professor Groß


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Forschungsschwerpunkte

Europäisches Verwaltungsrecht, Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht, Migrationsrecht, Umweltrecht, Wissenschaftsrecht

Forschungsprojekte

Die Legitimation der polyzentralen EU-Verwaltung

Die in Konstanz geschriebene Studie entwickelt ein neues Modell der demokratischen Legitimation für die Eigenverwaltung der EU. Ihr kommt eine erhebliche Bedeutung bei der Durchführung des Europarechts zu. Während die Kommission v.a. für die exekutive Rechtsetzung und die Kontrolle der Mitgliedstaaten zuständig ist, erfüllen die Zentralbank und die etwa 40 Agenturen spezifische Verwaltungsaufgaben. Sie bilden insgesamt eine polyzentral-autonome Administration mit einer eigenen funktionalen Legitimation, welche die unionalen und die konföderalen Repräsentationsstrukturen in Parlament und Rat ergänzt. Im Mittelpunkt steht nicht die hierarchische Leitung, sondern die politische, finanzielle und rechtliche Kontrolle. Für die Funktionenordnung der EU ergibt sich als Konsequenz, dass die Verwaltungsinstitutionen dem Gesetzgeber untergeordnet sind, während der Gerichtshof ihre eigenständigen Konkretisierungsspielräume zu respektieren hat. Nähere Informationen finden Sie hier.

Öffentlichkeitsbeteiligung in der Infrastrukturplanung

Prof. Groß hat einen Sammelband herausgegeben, der Berichte aus zehn europäischen Ländern und einen Vergleich zu Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Planung von großen Infrastrukturvorhaben enthält. Die Autorinnen und Autoren aus den beteiligten Ländern Niederlande, England, Schweden, Polen, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien sowie Frankreich trafen sich im Februar 2014 bei einem Kolloquium in Osnabrück, um die Entwürfe zu diskutieren. Neben der Partizipation in Verwaltungsverfahren werden auch Formen der direkten Demokratie behandelt. Der Band ist im Frühjahr 2015 im Verlag EPLO Publications erschienen.

Korruptionsbekämpfung im Vergaberecht

Prof. Groß nahm im Mai 2014 an einer Konferenz in Paris (Universität Paris I-Sorbonne) teil, die sich rechtsvergleichend mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption bei der Vergabe öffentlicher Aufträge beschäftigte.